Gesund führen

Gesund führen

Gesund führen

Körperliche und psychische Gesundheit und somit Leistungsfähigkeit zu fördern und zu erhalten, sind wichtige Säulen einer gut funktionierenden Organisationseinheit bzw. eines Unternehmens. Für Führungskräfte ist es wichtig, die eigene Gesundheit und die der Mitarbeitenden zu beachten und die Wirkungsfelder gesunder Führung aktiv zu nutzen. Eine gute Selbstfürsorge sensibilisiert sie außerdem für die Bedürfnisse und Befindlichkeiten ihrer Mitarbeiter*innen.

1. Stress identifizieren

Positiver Stress macht sie leistungsfähig, unterstützt sie beim Meistern von Heraus -forderungen, macht ausgeglichener, vitaler und lässt sie sogar besser schlafen. Erst wenn sie chronisch unter Anspannung stehen, sie sich permanent gestresst fühlen und es keine Zeit der Entspannung gibt, ist die Gefahr für körperliche und psychische Erkrankungen groß. Positiven Stress wahrzunehmen und als leistungsforderndes Element zu sehen und gleichzeitig negativen Stress zu erkennen und dieses auf Dauer ungesunde Muster zu durchbrechen, sind wichtige Fähigkeiten für Führungskräfte.

Unser Tipp!
Wenn sie sich angespannt fühlen und negativen Stress spüren, dann achten sie auf Ihre Atmung. Die Atmung ist ein Reflex. Oftmals sind sowohl Einatmung als auch Ausatmung unterdrückt oder die Atmung stockt. Atmen sie bewusst tief aus und dehnen sie die Sequenz der Ausatmung zeitlich aus. Atmen sie ein und länger aus. Wiederholen sie Ihre Atmung einige Male bewusst. Sie werden spüren, wie sich Ihre körperliche Anspannung löst.

2. Stress begegnen

Unangenehme, stressige Situationen sind auf drei Ebenen spürbar, die sich gegenseitig beeinflussen:

  • Auf der Körperebene zeigt sich Stress durch feuchte Hände, kalte Füße, Herzrasen, schneller Atem, Schweißausbrüche, Verspannungen, Kopfschmerzen und Magenschmerzen o.ä.
  • Gefühlsmäßig spüren sie Ungeduld, Ärger, Traurigkeit, Unsicherheit, Wut, Angst, Reizbarkeit oder Resignation.
  • In Ihrem Kopf bilden sich vielleicht Gedanken wie „Ich schaffe das nicht.“ „Das wird schlimm enden.“ „Mir ist das zu viel.“

Aus diesem Zusammenspiel resultiert ein Verhalten, eine automatische Reaktion, wie zum Beispiel ironische oder sarkastische Äußerungen, hastige Bewegungen, unkontrolliertes Essen und/oder Trinken, motorische Unruhe oder Ablenkung durch Internet und Fernsehen.

Reflektieren sie Ihr Verhalten. Wie sieht Ihre übliche Reaktion aus und welche Handlungsalternativen kann es geben?

Unser Tipp!
Machen sie nach der Arbeit einen kurzen Spaziergang. Gehen sie bewusst in die Natur, um einen ressourcenaktivierenden Gegenpart zum Berufsalltag zu finden.
Etablieren sie für sich und Ihre Mitarbeitenden Rituale als kleine Entspannungsinseln und um negativen Stress zu reduzieren. Eine gemeinsame Kaffee – bzw. Trinkpausen oder Mittagessen, ein kurzes „come-together“ am Nachmittag oder zum Einstieg in den Tag fördern die Beziehung und das Gemeinschaftsgefühl.

In diesem Zusammenhang empfehle ich ihnen die Podcast-Folge 11 „Gesund führen“ mit Dr. Svenja Ludwig hier auf meiner Homepage.